Dr. med. Daniel Christen
Facharzt FMH für Chirurgie
Spez. Viszeralchirurgie
Chefarzt Chirurgie / Privatklinik Bethanien

 

Es gibt zwei Methoden im Bauchraum Eingriffe durchzuführen:
  Offen Der Bauchraum wird durch einen mehr oder weniger grossen Schnitt (unter Umständen vom Brustbein bis zum Schambein) eröffnet. Vorteile: Deutlich bessere Möglichkeit zum Tasten, Erleichterung komplex Eingriffe die mehrere Organe betreffen und mehrere Nähte erfordern. Nachteile: Postoperative Schmerzen Hohe Gefahr von Narbenbrüchen (bis zu 20 %) Erhöhtes Risiko von Narben- entwicklung im Bauch mit entsprechenden Problemen
(bis 30 %).
     
  Laparoskopisch (Schlüsselloch, Knopfloch, Minimalinvasiv)
Durch eine kleine Inzision wird der Bauchraum mit Kohlesäuregas gefüllt. Durch einen speziellen Trokare (Zugangsröhrchen) wird eine Optik in den Bauchraum eingebracht und das Bild via hightech Videokamera auf einen Monitor übertragen.
Vorteile: Deutlich weniger Schmerzen
Deutlich schnellere Rekonvaleszenz
Deutlich niedrigere Gefahr für Narbenbrüche
Deutlich niedrigere Gefahr von postoperativen Narben im Bauch
Geringerer Blutverlust
Nachteile: technologischer Aufwand (3-Chip HD-Kamera)
HD-Monitor
Hightech CO2-Insufflator, Kaltlichtquelle
Spezialinstrumente
Eingeschränkter Tastsinn
Zweidimensionales Bild
Eingeschränkt bei sehr komplexen Eingriffen
Prinzip: Dabei wird das Bild etwa 4-fach vergrössert und man kann mit der Optik den Blickwinkel ändern und so Details einsehen, wie es beim offenen Verfahren nicht möglich ist.
     
  SILS (Single Incision Laparoscopic Surgery): SILS ist eine Unterform der laparos- kopischen Eingriffe wo bei gewisse Eingriffe durch einen einzigen Zugang mit Spezialinstrumenten ausgeführt werden. Typisches Beispiel hierfür ist die Gallenblasenoperation. Diese Methode ist noch in Entwicklung und unterscheidet sich nur in der Anzahl Zugänge von der Laparoskopie.